Dienstag, 25.02.2014

Wie man mit Belastungen und Krisen umgehen kann

Fortbildung im Elisabeth-Tombrock-Haus

Expertin Annette Wernke zeigte im Elisabeth-Tombrock-Haus Wege auf, mit Belastungen und Krisen umzugehen.

Ahlen (at). Hohe Anforderungen im Berufsalltag sind heute praktisch überall anzutreffen. Wenn dann noch Belastungen und Krisen im Privatleben hinzukommen, ist schnell eine kritische Grenze erreicht. Wie geht man damit um? Welche Auswege gibt es? Mit diesen Fragen haben sich Mitarbeiter des Elisabeth-Tombrock-Hauses vor kurzem beschäftigt.

„Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden sind von hoher Bedeutung“, sagte Anne Troester, Leiterin des Seniorenheims an der Kapellenstraße.

Ein aktueller Schlüsselbegriff heißt Resilienz. „Damit wird die Widerstandsfähigkeit des Menschen gegen erlebten Druck beschrieben sowie seine Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen in angemessener Weise umzugehen und seine Gesundheit zu erhalten“, erläuterte Annette Wernke, Resilienz-Coach vom Demenz-Servicezentrum Münsterland, in ihrem Vortrag. Resilienz stelle eine Art inneres Immunsystem das, das durch verschiedene Faktoren entwickelt und gestärkt werden könne. Denn nicht jedem Menschen sei Resilienz in die Wiege gelegt worden.

„Akzeptanz, Optimismus, Lösungsorientierung, Verantwortung übernehmen, Selbstregulierung, Beziehungen gestalten und die Zukunft gestalten sind die sieben entscheidenden Resilienzfaktoren, die uns unterstützen, Krankheit, Verluste und Stress zu bewältigen“, sagte Wernke. Alle Faktoren seien für eine ausgeglichene Entwicklung von gleicher Bedeutung und müssten oft in einem aktiven Lernprozess trainiert werden, betonte die Expertin. „Das Trainieren dieser Kompetenzen ist eine notwendige Ressource, um sich langfristig - trotz eventueller widriger Umstände und Krisen - positiv, flexibel, stark und optimistisch zu entwickeln“, unterstrich Wernke. Resilienz sei ein erprobtes ganzheitliches Entwicklungskonzept. Es befähige den Menschen, sich in seiner privaten und gesellschaftlichen Umwelt zu behaupten und durchzusetzen, erläuterte die Referentin der Fortbildung.

 

 

Ahlener Tageblatt, 25.02.2014