Dienstag, 28.10.2008

Steigerung der Lebensqualität

2 Jahre Erfahrung mit der hauseigenen Ergotherapeutin

Wir bieten den Bewohnern in unserem Haus verschiedene Möglichkeiten der Rehabilitation. Dies stellen wir durch unsere hauseigene Ergotherapeutin Dorothee Betke sicher. Für ihre Arbeit benötigt sie kein Heilmittelrezept, da sie Mitarbeiterin des Elisabeth-Tombrock-Hauses ist. Durch die Zusammenarbeit unseres interdisziplinären Teams bestehend aus der Ergotherapie, Mitarbeitern der Pflege, Hauswirtschaft, Sozialem Dienst, externen Krankengymnasten, Logopäden, Angehörigen und Ärzten können wir die Bewohner ihren Bedürfnissen entsprechend optimal versorgen.

Zur Lebensqualität gehört, dass man sich selbst im Alltag als handelnde Person wahrnehmen kann. Auch wenn es nur die scheinbar „kleinen Dinge“ sind, die unsere Bewohner dann wieder selbstständig entscheiden und ausführen können, wie z.B.: vom Stuhl aufstehen und gehen können, Gabel und Tasse selbst zum Mund führen können, wenn man z.B. etwas trinken möchte.

Ergotherapeutische Leistungen

·        Einzelbegleitungen gezielter Bewohner (Bew. werden nach verschiedenen Kriterien beurteilt) mit unterschiedlichen Schwerpunkten (motorisch, neurologisch, psychosozial, basale Stimulation.
Inhalte der Einzelbegleitungen:
- Steh- und Gehtraining (ggf. mit Rollator)
- ADL(Aktivitäten des täglichen Lebens)- Training (Wiedererlangen von Alltagskompetenzen, wie selbstständige Nahrungsaufnahme, Haare kämmen,…)
- Trainingder Wahrnehmung des eigenen Körpers, z.B. nach einem Schlaganfall
- Erhalt der Beweglichkeit durch aktives, ggf. passives Bewegen der Extremitäten, z.B. bei bettlägerigen Bewohnern
(zus. Effekt: Förderung der Verdauung, Prophylaxe von Dekubiti, Lungenentzündungen,…)
- Basale Stimulation, Snoezelenraum- Angebot verschiedener Reize zur Aktivierung der Bewohner

·        Beratung der Bewohner, Angehörigen und der Mitarbeiter aus der Pflege in Bezug auf die Versorgung mit externen Heilmitteln (Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie) und Hilfsmitteln (Rollatoren, Rollstühle, adaptierbaresEßbesteck,…)

Zusammenarbeit mit der Pflege

Plege hält Rücksprache mit der Ergotherapeutin in Bezug auf die optimale Versorgung der Bewohner (Einzelbegleitungen, Heilmittelverordnung,…)

Fortbildung zum Thema „Wahrnehmung und Sturzprophylaxe“ (Selbstwahrnehmung, Pflegemitarbeiter konnten nachempfinden, welche Schwierigkeiten sich im hohen Alter ergeben können)

Rücksprache bezüglich Zimmergestaltung (besonders bei Bewohnern, die einen Schlaganfall erlitten haben).

Fallbesprechungen in den Teamsitzungen

Esgeht noch weiter: Pflegedienstleiter Udo Reins wird gemeinsam mit Frau Betke ab Dezember den Lehrgang rehabilitierende Pflege an der geriatrischen Akademie Brandenburg besuchen. Ziel ist es den Bewohnern ein Trainingsprogramm anzubieten, dass die maximale Selbständigkeit im Alltag zum Ziel hat.

Auch und gerade bei Pflegebedürftigen Menschen ist Selbstbestimmung und größte mögliche Selbständigkeit  ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität.

Aufgaben wie kann ich trotz Halbseitenlähmung nach dem Schlaganfall mein Brot selber schmieren, bzw. ohne Hilfe selbständig essen sind die Herausforderungen.

Vermeidung von Bettlägerigkeit und Organisation der sozialen Teilhabe sollen bei möglichst vielen Menschen im Elisabeth-Tombrock-Haus erreicht werden