Dienstag, 27.09.2016

"Leben" steht nicht nur im Prospekt

Ahlen. Als neuen Schirmherrn des Fördervereins des Elisabeth-Tombrock-Hauses begrüßte der Vorsitzende Heinz Wehnhardt Bürgermeister Alexander Berger am Freitag zur Jahreshauptversammlung im Seniorenheim an der Kapellenstraße.

Dazu stand noch die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung.
Unter der Wahlleitung des neuen Schirmherrn war dieser Punkt sehr schnell abgearbeitet, der Vorstand wurde in Gänze im Amt bestätigt. So bleibt Heinz Wehnhardt Vorsitzender, ihm steht Anne Troester, auch Leiterin des Hauses, als Stellvertreterin zur Seite. Erhardt Richard bleibt Herr über die Finanzen und Brigitte Jorg Schriftführerin.
Zuvor konnte Richard eine gute Kassenlage vermelden. Finanziert sich der Verein doch ungefähr zur Hälfte aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. "Durch die Großspende von vor einigen Jahren haben wir guten finanziellen Spielraum, was uns einige wichtige Projekte ermöglicht", informierte der Schatzmeister. Damit nicht genug, er konnte auch einen Mitgliederstand von jetzt über zwei Dutzend mitteilen. "Wir sind ein kleiner, feiner und vor allem sehr effektiver Verein", fasste Richard zusammen.
So können auch die erfolgreichen Aktionen wie Klinikclowns und Eiswagen im Jahre 2017 fortgesetzt werden. "Unsere Stärke ist die Kontinuität, und das nicht nur im personellen Bereich", erklärte die stellvertretende Vorsitzende Anne Troester. Sie hob besonders den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte im Haus hervor. "So haben wir eine Gruppe von Helfern, die unseren Bewohnern bei Besuchen in der Stadt, wie auf dem Markt, und Ähnlichem helfen und damit die Teilnahme am täglichen Leben ermöglichen", berichtete Troester. Diese Teilnahme ist ihr und dem Verein besonders wichtig. So steht nicht nur im Hausprospekt das "Leben" im Vordergrund. "Wir wollen die Menschen hier nicht auf die Defizite reduzieren", stellte die Heimleiterin klar.
In seinem Grußwort als neuer Schirmherr betonte Dr. Berger in hohem Maße die Bedeutung des Ehrenamts im Allgemeinen und besonders im ETH. "Es ist eine wichtige Arbeit, die Sie meist aber unbemerkt und im Hintergrund verrichten", lobte der Verwaltungschef die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. So sei dessen Verdienst für die Steigereung der Lebensqualität der Bewohner gar nicht hoch genug zu bewerten.

Ahlener Zeitung, 27. September 2016