Freitag, 12.05.2017

Immer mehr Männer arbeiten in der Pflege

Das Elisabeth-Tombrock-Haus freut sich über eine gute Quote

Sie zählen zu den männlichen Pflegekräften im Elisabeth-Tombrock-Haus (v.l.): Reinhold Klockenbusch, Pflegedienstleiter Udo Reins, Nasrat Sekandarzada und Tobias Andresen.

AHLEN. Am heutigen 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflegenden. Er wird jährlich am Geburtstag von Florence Nightingale (1820 bis 1910) begangen, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt. Das Elisabeth-Tombrock-Haus blickt an diesem Tag besonders auf die männlichen Pflegekräfte. Denn der Pflegebereich ist traditionell noch immer sehr stark „weiblich“ geprägt.

Jeder kennt die Bezeichnungen „Schwester“ oder „Oberschwester“. In der Altenpflege war dies noch stärker zu beobachten als in der Krankenpflege. In den vergangenen Jahren aber wurde das Berufsfeld der Altenpflege auch für Männer immer interessanter. Die in der Vergangenheit stattgefundene Professionalisierung, die Aufstiegsmöglichkeiten und der sichere Arbeitsplatz führten zu einem positiveren Image des Berufs Altenpfleger.
„Bei uns im Elisabeth-Tombrock-Haus haben Männer in der Pflege inzwischen durchaus keinen Seltenheitswert mehr“ , schmunzelt Pflegedirektor Udo Reins, der selbst gelernter Altenpfleger ist. Immer mehr Männer suchten die Möglichkeit eines Praktikums oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres im Pflegeheim. Durch die hohe Zahl der zur Verfügung stehenden  Ausbildungsplätzen - insgesamt 16 - sei es im Elisabeth-Tombrock-Haus möglich, die interessierten jungen Männer dann in die Ausbildung zu übernehmen.

Zwei frisch gebackene staatlich anerkannte Altenpfleger sind Tobias Andresen und Reinhold Klockenbusch. Sie konnten im April ihre Ausbildung abschließen und stehen nun den Bewohnern des Elisabeth-Tombrock-Hauses helfend und unterstützend zur Seite. Mit ihnen ist die Männerquote im Seniorenheim an der Kapellenstraße weiter angestiegen.

Nasrat Sekandarzada, einst selbst Altenpflegeschüler im Elisabeth-Tombrock-Haus, ist dort heute Wohnbereichsleiter und Praxisanleiter. Er weiß, wie wichtig die Begleitung und Förderung von Nachwuchs in der Pflege ist: „Eine fachlich gute Begleitung und ein vernünftiges Miteinander sind wichtig, denn dann arbeiten die Schüler nach bestandenem Examen auch weiterhin für uns.“ Auch wenn die Männer mehr werden: Selbstverständlich steht das Elisabeth-Tombrock-Haus weiterhin auch Frauen als Ausbildungs- und Arbeitsstätte in verschiedenen Berufen zur Verfügung. „Auch hier trägt die richtige Mischung zum guten Betriebsklima bei“, weiß Pflegedirektor Reins.

Ahlener Zeitung, 12.Mai 2017