Freitag, 05.08.2005

Dicke Gertrud war bei allen schnell beliebt

Geflügel und Kaninchen bevölkern zurzeit den kleinen Streichelzoo in dem Seniorenheim an der Kapellenstraße. „Wir haben hier immer eine wechselnde Besetzung“, erklärt Sozialpädagogin Kerstin Alke, die gestern mit ihrer Chefin Anne Troester und ihrem Kollegen Matthias Wode in den Garten des Hauses eingeladen hatte: „Wir hatten auch schon Schafe und Ziegen hier.“

Die dicke Gertrud lebt noch nicht so lange im Elisabeth-Tombrock-Haus. Dennoch hat sie schon eine Menge Freunde gefunden. Denn die dicke Gertrud hat ein äußerst sympathisches Wesen und ist auch sehr gesellig. Gerne stolziert sie vor ihrem Publikum auf und ab und plustert sich auch mal ein bisschen auf. Denn die dicke Gertrud ist ein Huhn.
Geflügel und Kaninchen bevölkern zurzeit den kleinen Streichelzoo in dem Seniorenheim an der Kapellenstraße. „Wir haben hier immer eine wechselnde Besetzung“, erklärt Sozialpädagogin Kerstin Alke, die gestern mit ihrer Chefin Anne Troester und ihrem Kollegen Matthias Wode in den Garten des Hauses eingeladen hatte: „Wir hatten auch schon Schafe und Ziegen hier.“

Anlass für das Treffen im Garten: „Wir wollen einfach mal Josef Hagemann Danke sagen.“ Der Leiter des Tiergeheges in der Langst kümmert sich nämlich auch liebevoll um die Bewohner des kleinen Tiergeheges im Elisabeth-Tombrock-Haus. Fast täglich kommt er vorbei, versorgt die Tiere und bringt auch mal ein neues mit. Und das seit mittlerweile drei Jahren. Josef Hagemanns Herz hängt einfach an seinen tierischen Freunden. Wenn er nicht selbst kommen kann, schickt Josef Hagemann einen seiner Mitarbeiter.
Die Seniorinnen und Senioren im Elisabeth-Tombrock-Haus genießen dabei die Gesellschaft von Kaninchen, Hühnern und Hähnen. „Unser Tiergehege ist beim Spaziergang durch den Garten immer ein besonderes Ziel“, erklärt Anne Troester. Die Leiterin des Hauses sieht auch eine besondere Symbolik in der Anlage: „Das passt zu unserem Motto – Leben im Elisabeth-Tombrock-Haus. Hier drin ist Leben.“ Ein Seniorenheim dürfe schließlich nicht nur auf den Pflegezweck reduziert werden.

In einen besonderen Genuss kämen übrigens die Bewohner, die ihre Zimmer zum Garten raus haben, berichten die Mitarbeiter: Sie werden vom frühen Krähen des Hahns geweckt. Gestört habe das bislang niemanden. Im Gegenteil.
Josef Hagemann kommt gerne zu den Tieren und den Senioren. Die erfahren dann auch immer wieder Neuigkeiten aus der Tierwelt: Zum Beispiel, dass eines der Hühner ein Entenküken „adoptiert“ hat. „Das Huhn brütete auf einem faulen Ei“, berichtet Hagemann, „das habe ich dem Huhn weggenommen und stattdessen das Entenküken dazu getan.“ Die Strategie ging auf: Huhn und Küken fanden problemlos zueinander. „Das ist ganz, ganz selten“, freut sich Josef Hagemann.

Ahlener Zeitung, 3. August 20005