Dienstag, 20.03.2018

Noch keinen Ausbildungsplatz? Berufseinstieg verbessern mit einem FSJ oder BFD im Elisabeth-Tombrock-Haus

Im letzten Frühjahr stand er kurz vorm Fachabitur, hatte zahlreiche Bewerbungen verschickt, aber für die Arbeitgeber schien er einfach nicht interessant. „Meistens bekam ich noch nicht mal eine Einladung zum ersten Auswahltest, auf einen interessanten Ausbildungsplatz hatte ich keine Chance“, erinnert sich der heute 19-jährige Dustin Hänel. Doch bedürftigen Menschen seine Hilfe anzubieten, das konnte er sich gut vorstellen.

Mit sozialem Engagement die Bewerbungschancen verbessert – FSJler Dustin Hänel (Mitte) mit seinen FSJ-Kollegen (v.l.) Issa Badi, Jenny Krischer, Nathalie Lahdo, Melanie Rademacher, Raphael Glomb, Emre Siray und Hauswirtschaftsleiterin Käthe Winkelmann (r.)

Auf die Idee, sich für ein Freiwilliges Jahr im Elisabeth-Tombrock-Haus zu bewerben, brachte ihn seine Cousine Selenay Firinci. Sie selbst hatte vor 2 Jahren ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Seniorenheim an der Kapellenstraße absolviert. 12 Monate lang unterstützte sie die Hauswirtschaft im Wohnbereich, d.h. Tisch decken, Essen austeilen, Wäsche verteilen, Betten beziehen, etc. Der Kontakt mit der Generation der über 80jährigen, insbesondere im Umgang mit Menschen mit Demenz machte ihr viel Freude. Sie nutzte immer wieder Gelegenheiten,  den Pflegekräften über die Schulter zu schauen und blieb dem Haus im Anschluss an ihr FSJ treu: Als Auszubildende in der Altenpflege.

Und ihr Cousin? Auch Dustin Hänel ergriff die Chance zur Orientierung im Berufsleben. Seit September letzten Jahres unterstützt er nun den Sozialen Dienst. Er begleitet die Bewohner zu Spiel- oder Gymnastikrunden, bei Arztbegleitungen und kann auch sonst für viele kleine Hilfsdienste einspringen, wenn gerade die Brille kaputt ist, Karnevalsgirlanden aufgehängt werden müssen oder auch einfach für ein Pläuschchen zwischendurch. „Ich habe viel gesehen und gelernt. Es ist vieles anders als im Schulalltag. Das finde ich besonders spannend.“ Und obendrein sind seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich gestiegen. „Ich wurde zu etlichen Tests und Gesprächen eingeladen, am Ende habe ich die Einladungen schon selber absagen können“, strahlt Hänel. Denn inzwischen hat er seinen Ausbildungsplatz als Versicherungskaufmann in der Tasche. Und kann die restlichen Monate seines FSJ mit einem guten Gefühl genießen.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Elisabeth-Tombrock-Haus bieten jungen Menschen Chancen zur Orientierung. Das Seniorenheim ermöglicht dabei Einblicke in unterschiedliche Berufe: Altenpflege, Hauswirtschaft, Sozialer Dienst, Hausservice, Logistik sowie die Verwaltung. Auch die im Haus tätige Ergotherapeutin und die Musik-Geragogin vermitteln Eindrücke ihrer Tätigkeiten.

Willkommen sind junge Menschen, die Lust haben, das Leben im Elisabeth-Tombrock-Haus mit ihrem Engagement zu bereichern. Das Seniorenheim kann Interessenten im Rahmen des FSJ für eine Dauer von zwölf Monaten beschäftigen. Eine Verlängerung auf 18 Monate ist möglich. Für BFDler über 27 Jahren besteht auch die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung..

Geboten werden ein Taschengeld, interne und externe Fortbildungen, Urlaubsanspruch und Zahlungen der Sozialversicherungsbeiträge. FSJler und BFDler unter 27 Jahren haben weiterhin einen Anspruch auf Kindergeld.

Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter der Freiwilligendienste ein qualifiziertes Zeugnis über das geleistete soziale Engagement, das für Bewerbungen zu Ausbildung, Studium, etc. sehr förderlich ist.

Trägerin des Freiwilligen Sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes ist für das Elisabeth-Tombrock-Haus die Gesellschaft zur Förderung des freiwilligen sozialen Engagements im Bistum Münster (fsd Münster gGmbH), in katholischer Trägerschaft oder das Deutsche Rote Kreuz - Freiwilligendienste Unna.

Weitere Informationen unter:
www.fsd-muenster.de
www.freiwilligendienste-unna.de

Der Start eines zwölfmonatigen FSJ- oder BFD-Jahres ist in der Regel zum 1. August oder 1. September möglich. Um eine Stelle zu erhalten, ist eine kurzfristige Bewerbung wichtig. Dazu ist Hauswirtschaftsleiterin Käthe Winkelmann telefonisch unter 02382/ 893-3 oder per E-Mail unter kaethe.winkelmann(at)st-clemens-gmbh.de erreichbar.