Samstag, 12.05.2018

Fort- und Weiterbildung für gleichbleibend gute Qualität

Der „Tag der Pflege und der Pflegenden“ steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Wir für Sie – Gute Pflege! Jetzt!“ und nimmt insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Pflegenden in den Blick.

Fachliche Kompetenz und Zuwendung sind Grundlagen der qualifizierten Altenpflege im Elisabeth-Tombrock-Haus

„Das Elisabeth-Tombrock-Haus engagiert sich sehr, um eine qualitativ gute Pflege auch für die Zukunft zu gewährleisten“ so Udo Reins, Pflegedienstleiter des Seniorenheims an der Kapellenstraße. „Hier gilt es in erster Linie, motivierte und kompetente Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen. Freiwerdende Stellen besetzen wir schnellstmöglich nach“, hebt Reins hervor.

„Mindestens ein Prozent der jährlichen Arbeitszeit jeder und jedes unserer Beschäftigten wird in Fort- und Weiterbildung investiert“, betont Anne Troester, Einrichtungsleiterin und damit auch Bildungsbeauftragte des Seniorenheims. Derzeit würden zwei Pflegefachkräfte berufsbegleitend zu Palliativ-Fachkräften ausgebildet, und demnächst starte eine Altenpflegerin mit der Weiterbildung zur Geronto-Psychiatrischen Fachkraft. Hinzu kämen die turnusmäßigen Fortbildungen, die im Haus über das ganze Jahr allen Berufsgruppen angeboten würden. Außerdem bilde das Elisabeth-Tombrock-Haus 14 junge Männer und Frauen zu Altenpflegern aus.

Trotz vieler Aktivitäten von Altenpflege-Einrichtungen stehen in Deutschland Pflegefachkräfte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Bundesweit fehlen rund 35.000 Fachkräfte in Kliniken und Altenheimen. Betroffen ist auch Nordrhein-Westfalen. „Es ist an der Zeit, mehr junge Menschen für die verantwortungsvollen und zukunftssicheren Berufe in der Pflege zu gewinnen“, sagt Pflegedienstleiter Reins. Die Politik habe die Problematik erkannt. Es müssten nun aber schnell Maßnahmen getroffen werden, um den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Dazu gehörten eine Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie ein angemesseneres Tarifwerk. Anne Troester und Udo Reins sind sich darin einig, dass es Zeit werde, für Nordrhein-Westfalen auch eine Pflegekammer einzurichten. „Dies ist wichtig, damit nicht mehr nur über Pflege geredet wird, sondern mit der Pflege“, unterstreicht Reins.

Ahlener Zeitung, 12. Mai 2015