Sonntag, 20.05.2012

Auch fürs Privatleben viel gelernt

Acht „Bufdis“ absolvieren ihren Bundesfreiwilligendienst im Elisabeth-Tombrock-Haus

Zufrieden mit dem Bundesfreiwilligendienst sind im Elisabeth-Tombrock-Haus (v.l.): Käthe Winkelmann, Kerstin Heyden, Jennie Olschewski, Daniel Hagedorn und Einrichtungsleiterin Anne Troester.

Ahlen (ank).Jennie Olschewski gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrer Arbeit im Elisabeth-Tombrock-Haus erzählt. „Ich bin in einem schönen Wohnbereich, habe tolle Kollegen und komme mit den Senioren sehr gut aus“, berichtet sie von ihren Erfahrungen als Mitarbeiterin des Bundesfreiwilligendienstes.

Die angehende Studentin ist eine von acht Personen, die im Altenheim den Bundsfreiwilligendienst absolvieren. Die Wartezeit auf einen Studienplatz hat sie sinnvoll genutzt. „So angenehm habe ich mir die Arbeit hier nicht vorgestellt“, ist sie begeistert vom Umgang mit den Bewohnern. „Ich habe hier auch für mein Privatleben viel gelernt, zum Beispiel Toleranz“, gesteht „Schwester Jenni“, wie sie von den Senioren genannt wird. Auch Kerstin Heyden und Daniel Hagedorn sind mit ihren Arbeitsbedingungen mehr als zufrieden. Kerstin Heyden könnte sich vorstellen, dauerhaft in der Altenpflege tätig zu werden und wird ab Sommer ihr Fachabitur an der Elisabeth-Lüders-Schule in Hamm machen. Daniel Hagedorn nutzt den Dienst als berufliche Orientierungshilfe und könnte sich eine kaufmännische Laufbahn vorstellen. Hauswirtschaftsleiterin Käthe Winkelmann gab den jungen Menschen gute Noten für ihr Engagement.

„Die Arbeit ermöglicht, den eigenen Horizont zu erweitern und die eigenen Stärken zu erkunden“, sagt sie, außerdem würden die Einstellungschancen erhöht, denn soziales Engagement werde von vielen Arbeitgebern hoch geschätzt.

Neben der freien Verpflegung im Haus wird den „Bufdis“ ein Taschengeld von 330 Euro bei Vollzeit, externe Fortbildungen, Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge für die Dauer des Bundesfreiwilligendienstes, Urlaubs- und Kindergeld geboten.

Alle Altersgruppen, gern auch Frauen nach der Familienphase und rüstige Frührentner, können sich für eine Mindestdauer von einem halben Jahr bewerben, per Telefon unter 02382-893-3 oder per Mail an anne.troester@st-clemens-gmbh.de. Es gibt noch sechs freie Stellen.

Ahlener Stadt Anzeiger, 20. Mai 2012