Mittwoch, 10.11.2010

Viele Generationen miteinander verwoben

Ausstellung „Leben in wachsenden Ringen“ eröffnet

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-rst- Ahlen. „Hier sind Werke von unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichem Alter zu sehen. Und doch haben alle eine Gemeinsamkeit: alle haben Lebensringe“ – so beschrieb Anne Tröster, Leiterin des Elisabeth-Tombrock-Hauses, den Charakter der Mitmach-Ausstellung „Leben in wachsenden Ringen“. Am Montagnachmittag wurde diese in der Cafeteria der Einrichtung offiziell eröffnet.

Die Idee der Ausstellung die vorwiegend in Seniorenheimen zu sehen ist, kommt von Iris Traudisch, Galeristin und Theologin aus Wiehl. Sie hatte schon in den letzten Jahren mit Pastoralreferent Ludger Seibert von der St. Bartholomäus Gemeinde kooperiert, so dass beide beschlossen, die Ausstellung „Leben in wachsenden Ringen“ auch in Ahlen zu zeigen.

Die Basis der Ausstellung wird von Werken der Nordhorner Künstlerin Marianne Wlodarek getragen. Die inzwischen 87-jährige Künstlerin, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Eröffnung teilnehmen konnte, versteht das Lebe nicht als einen Zeitablauf, in dem es im Alter abwärts geht, sondern vielmehr als einen Kreis, bei dem am Ende, wie bei den Jahresringen eines Baumstamms, ein Gesamtwerk entsteht.

„Es wäre schön, wenn am Ende ein ‚Ahlener Teppich’ entsteht.“ 

Iris Traudisch

Dem Thema der Lebensringe haben sich aber auch Viertklässler der Martinschule gewidmet, die sich in ihren Zeichnungen vorgestellt haben, wie wohl ihr weiterer Lebensweg aussehen könne. Senioren des Elisabeth-Tombrock-Hauses und der St. Bartholomäus Gemeinde haben ihrerseits in Aquarelle und kleine Gemälde zu dem Thema gemalt. Der Leiter des Malkreises im Elisabeth-Tombrock-Haus, Christian Müller, hat zudem einige Interviews mit Hausbewohnern zu ihrem Lieblingsgegenstand geführt. Diese hat er mit dem Foto des Gegenstands auf Papier gebracht. Alle diese Werke fließen in die Ausstellung mit ein.

Durch einen Webstuhl wird die Ausstellung zur Mitmach-Ausstellung. Besucher sind eingeladen, Wolle von zuhause mitzubringen und mit einzuweben, es ist aber auch Wolle vor Ort vorhanden. Am Ende soll ein großer Teppich entstehen. „Es wäre schön wenn am Ende ein ‚Ahlener Teppich’  entsteht. Viele Generationen sollen gemeinsam diesen Teppich weben“, wünscht sich Galeristin Iris Traudisch, die darauf hinweist, dass der Teppich später im Barthelhof hängen wird.

Die Ausstellung ist bis zum 21. November täglich zwischen 14.30 und 17 Uhr geöffnet. Gruppen können sie auch vormittags besuchen, dafür ist eine Anmeldung im Pfarrbüro St. Bartholomäus unter Telefon 24 21 erforderlich.

 

Ahlener Zeitung, 10.11.2010