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Freitag, 03.12.2010
Gutmütiger Labrador bereitet Senioren Freude und motiviert
Ahlen. Ben kennt den Eingang zum elisabeth-Tombrock-Haus bestens. Mit Freude läuft der gutmütige Labrador voran, wenn er Bewohner im Seniorenheim besucht - gemeinsam mit seiner Besitzerin Susanne Leinkenjost.
Diese studiert Sozialpädagogoik im niederländischen Enschede und war bis vor kurzem Jahrespraktikantin im Sozialen Dienst des Elisabeth-Tombrock-Hauses. Ihren Hund Ben hat sie in die Einzelbetreuung von Senioren eingebunden.
"Ich habe überwiegend Senioren begleitet, die aufgrund körperlicher oder geistiger Defizite besondere Unterstützung im alltag benötigen", sagt die angehende Sozialpädagogin. Diese Unterstützung habe sich verschieden gestaltet und sei individuell auf die jeweilige Person und ihre Ressourcen zugeschnitten gewesen. ""Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse: an der frischen Luft im Garten zu spazieren, durch Bewegung die Gesundheit zu erhalten, sich über Vergangenes oder Aktuelles zu unterhalten, zu musizieren oder sich aus Zeitung und Büchern vorlesen zu lassen", erklärt Susanne Leinkenjost.
Dabei sei die anwesenheit von ben für viele Bewohner immer weider etwas Besonderes gewesen. Bei den "tiergestützten besuchen", wie der Fachbegriff lautet, wurde gemeinsam spaziert, erzählt und ben mit Streicheleinheiten verwöhnt - zur Freude der Bewohner und des
friedfertigen Labradors. Für ein Leckerchen macht ben Männchen wie ein Zirkuslöwe. "Durch den Co-Partner Hund sind viele Bewohner motivierter und kontaktfreudiger, und freuen sich über das nette Wesen des Tieres", lautet das Resümee seines Frauchens.
Besonders zu dementiell erkrankten bewohnern habe Ben oft einen guten Zugang gefunden: "Wir haben erlebt, wie in sich gekehrte Bewohner aufmerksamer wurden und durch Worte und Gesten mit dem Hund Kontakt aufnahmen", erinnert sich Susanne Leinkenjost an besondere Erfolge. Diese sind auch wissenschaftlich fundiert: Im direkten Kontakt mit Tieren können sich Stimmungen verbessern sowie Konventionen und Blockaden abgestreift werden, wie Untersucheungen zu tiergestützten Therapien ergeben haben.
Die Glocke, 2. Dezember 2010


