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Mittwoch, 01.09.2010
Bis heute bewegt sie die Menschen
Gedenkgottesdienst für Elisabeth Tombrock
Ihre Spuren führen von Ahlen in viele Länder der Welt - in die USA und nach Brasilien, nach Namibia im südlichen Afrika, nach China, Taiwan und auf die Philippinen: Elisabeth Tombrock. Die Ordensgründerin, Missionarin und Namenspatronin des Seniorenheims an der Kapellenstraße ist immer eine Persönlichkeit, an die in Ahlen gerne erinnert wird.
Zum jährlichen Gedenkgottesdienst an die bedeutende Ahlenerin kamen jetzt zahlreiche Bewohner, die Angehörige, Besucher sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kapelle des Elisabeth-Tombrock-Hauses zusammen. In der von Pfarrer Günter Gramatke aus der Gemeinde St. Marien zelebrierten Eucharistiefeier berichtete Christa Paschert-Engelke über seinen Besuch bei der von Elisabeth Tombrock gegründeten Gemeinschaft der "Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis" in Brasilien anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Ordengemeinschaft. Dabei gab Paschert-Engelke einen lebendigen Einblick in das heutige Leben und die Arbeit der Schwestern in dem lateinamerikanischen Land. Nach dem Gottesdienst fand das Tombrock-Gedenken beim Beisammensein in der Caféteria einen gemütlichen Ausklang.
Elisabeth Tombrock war ursprünglich Lehrerin. Dann erkrankte sie schwer an Knochentuberkulose. Nachdem sie im August 1909 im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes plötzlich wie durch ein Wunder genesen war, gründete sie gemeinsam mit dem Franziskanerbischof Amandus Bahlmann die Gemeinschaft "Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis" und wurde erste Oberin. Sie starb 1938 bei New York. Die Schwestern der von ihr ins Leben gerufenen Kongregation sind bis heute in Europa, Amerika, Afrika und Asien für Waisen, Arme und Kranke tätig.
Ahlener Zeitung, 27.08.2010


